Früherkennung & Frühintervention

 

Verhaltensauffälligkeiten, Regelverstösse, Krisen und anderes mehr sind mögliche Warnzeichen für ungünstige Entwicklungen. Wenn diese Zeichen früh wahrgenommen und reflektiert werden, können Kinder und Jugendliche sowie ihre Bezugspersonen rechtzeitig angemessen unterstützt werden.
Eine gemeinsame Haltung und verbindliche Vorgehensweisen der Schule ermöglichen eine wirkungsvolle Früherkennung und Frühintervention.

  • Zielgruppe

  • Lehrpersonen

    ROLLE / AUFGABE

    Beobachtungen aus dem Schulalltag, wie z.B. Verhaltensauffälligkeiten und Stärken der Schülerinnen und Schüler, halten Sie systematisch fest.  

    Wenn sich mögliche Warnzeichen häufen, besprechen Sie diese im Kollegium und mit der Schulleitung. Sie reflektieren gemeinsam, wie Sie damit im Unterricht und Schulalltag umgehen können.

    Im Bedarfsfall suchen Sie das Gespräch mit der Schülerin, dem Schüler und/oder mit deren oder dessen Eltern. Liegen weiterreichende Auffälligkeiten oder Gefährdungen vor, ist mit schulinterner Absprache externe Unterstützung beizuziehen.

    In allen diesen Schritten setzen Sie sich für ein schulintern abgestimmtes Vorgehen ein und holen sich Unterstützung – bei der Schulleitung, im Kollegium und extern. So wirken Sie bei der Entwicklung einer gemeinsamen Haltung des Hinschauens (Früherkennung) und Handelns (Frühintervention) mit:

     

     

    UMSETZUNG

    Persönliche Kompetenzen als Lehrperson stärken, z.B. im Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten oder in der Gesprächsführung

    Kollegiale Beratung im Team initiieren und in Anspruch nehmen

    Anlaufstellen für Problemsituationen kennen und, in Absprache mit der Schulleitung und SSA, in Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern bzw. deren Eltern vermitteln

    Kurzintervention durch Schulsozialarbeitende oder eine externe Fachperson initiieren, einzeln oder in Kleingruppen

    An einer schulinternen gemeinsamen Haltung des Hinschauens (Früherkennung) und Handelns (Frühintervention) mitwirken, z.B. indem ein gemeinsames Regelwerk umgesetzt wird.

     

     

  • Schulsozialarbeitende und weitere schulische Fachpersonen

    ROLLE / AUFGABE

    Sie stehen dem Kollegium und der Schulleitung in Anliegen der Früherkennung und Frühintervention beratend zur Seite und setzen sich, im Rahmen Ihres Auftrags, für ein schulintern abgestimmtes Vorgehen in diesem Bereich ein.

    Sie unterstützen das Kollegium und die Schulleitung darin, mögliche Warnzeichen frühzeitig zu erkennen und professionell mit Verhaltensauffälligkeiten, Regelverstössen und Krisen umzugehen.

    Bei weiterreichenden Auffälligkeiten und Gefährdungen vermitteln Sie externe Unterstützung und begleiten, in schulinterner Absprache, den Prozess.

    Sie unterstützen Schülerinnen und Schüler und deren Familien bei psychosozialen Auffälligkeiten.

    So wirken Sie bei der Entwicklung einer gemeinsamen Haltung des Hinschauens (Früherkennung) und Handelns (Frühintervention) mit:

     

     

    UMSETZUNG

    Das Kollegium und die Schulleitung in der Erarbeitung einer gemeinsamen Haltung des Hinschauens und Handelns sowie dessen Festhalten in einem Handlungsplan unterstützen

    Schülerinnen und Schüler bzw. deren Familien beraten und unterstützen, z.B. in Gesprächen oder an Elternbildungsveranstaltungen

    Anlaufstellen für Problemsituationen kennen und vermitteln

    Kurzinterventionen bei Schülerinnen und Schülern durchführen, einzeln oder in Kleingruppen

     

     

  • Schulleitungen

    ROLLE / AUFGABEN

    Sie sorgen dafür, dass ein schulintern abgestimmtes Vorgehen im Bereich Früherkennung und Frühintervention besteht und in der Schulstruktur verankert ist.

    Hilfreich ist, diese schulinterne gemeinsame Haltung des Hinschauens (Früherkennung) und Handelns (Frühintervention) in einem Handlungsplan zu implementieren. Dieser definiert, wer wann was tut, wenn Warnzeichen wahrgenommen werden. Damit schaffen Sie Klarheit in den Zuständigkeiten und Abläufen, erhöhen die Handlungssicherheit und verringern den Zeitaufwand und Leerläufe.

    Sie unterstützen das Kollegium darin, mögliche Warnzeichen frühzeitig zu erkennen und professionell mit Verhaltensauffälligkeiten, Regelverstössen und Krisen umzugehen. Bei Bedarf ermöglichen Sie Schulungen, z.B. in Gesprächsführung.

    Bei weiterreichenden Auffälligkeiten und Gefährdungen initiieren und begleiten Sie den Prozess, damit externe Unterstützung greifen kann.

    UMSETZUNG

    Die Regionalen Suchtpräventionsstellen unterstützen Sie bei der Entwicklung und Implementierung eines Handlunsplans.

    Ein typischer Ablauf zur Entwicklung eines gemeinsamen Handlungsplans sieht so aus:

Adressen der RSPS
Kontakt zu Ihrer RSPS

ANGEBOTE IHRER REGIONALEN SUCHTPRÄVENTIONSSTELLE

- Unterstützung im Umgang mit verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern

  • Lebenskompetenzen der Schülerinnen und Schüler stärken
  • Kurzintervention durch Fachpersonen initiieren
  • Vermittlung der Schülerinnen und Schüler bzw. deren Eltern an Anlaufstellen für spezifische Problemsituationen
     

- Entwicklung einer gemeinsamen Haltung des Hinschauens und Handelns

  • Beratung und Begleitung im partizipativen Prozess
  • Weiterbildungen für das Team (Gesprächsführung, Anzeichen von Gefährdungen erkennen, kollegiale Beratung etc.)
     

- Weiterbildungen und Tagungen

  • Durchführung durch die Suchtpräventionsstelle oder Vermittlung an externe Weiterbildungsangebote

Die Angebote und Dienstleistungen der Regionalen Suchtpräventionsstellen sind kostenlos. Die Stellen beraten und begleiten Sie gerne auch im Rahmen des kantonalen Netzwerks gesundheitsfördernder und nachhaltiger Schulen (Volksschule), z.B. zum Schwerpunkt Suchtprävention oder einem anderen Thema.

Adressen der Regionalen Suchtpräventionsstellen

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