Suchtprävention in der Familie

Suchtprävention ist umso wirksamer, je früher sie ansetzt. Die Familie spielt eine bedeutende Rolle für die Suchtprävention.

Ziele von Suchtprävention in der Familie

Die Familie, wie auch immer sie zusammengesetzt ist, prägt die kindliche Persönlichkeit. Ob ein Kind z.B. Selbstwertgefühl und Konfliktfähigkeit entwickeln kann, hängt stark von den familiären Beziehungen ab. Aktuelle Studien bestätigen die bedeutende Rolle, welche die Eltern-Kind-Beziehungen für die Suchtprävention hat.

Suchtprävention in der Familie heisst somit, bereits Kleinkinder in ihren Selbst- und Sozialkompetenzen zu fördern und Jugendliche auf dem Weg des Erwachsenwerdens zu begleiten; dazu gehört häufig auch die Auseinandersetzung mit Suchtmitteln und Suchtverhaltensweisen. Wichtiges Ziel ist die Stärkung der so genannten Resilienz (Widerstandsfähigkeit).

Angebote der Stellen für Suchtprävention

Die regionalen Suchtpräventionsstellen, RSPS unterstützen die Familien und sie arbeiten mit anderen Institutionen der Elternarbeit zusammen. Das Angebot umfasst:

  • Informationsmaterialien für Eltern
  • Vorträge, Kurse, Workshops, im Auftrag von Elterngruppen und -vereinen, Schulen und andern Institutionen
  • Konzepte für langfristige, umfassende Elternbildungsprogramme für Gemeinden, Schulen, Jugendarbeit usw.
  • Beratung von Elterngruppen und andern Arbeitsgruppen
  • Projekte für Familien in Gemeinden, Quartieren
  • Arbeit mit verschiedenen Methoden, z.B. Theater, Film, Diskussionsrunden, Generationengespräche, mit Kulturvermittler/innen
  • FemmesTische: Erziehende im Gespräch am Stubentisch, insbesondere FemmesTische für Migrantinnen
  • Telefonische Kurzberatung bei Fragen zu Sucht und Vermittlung an spezialisierte Beratungsstellen

Die kantonsweit tätigen Fachstellen für Suchtprävention, KFPS bieten spezifische Informationen zu ihrem Themengebiet, so etwa Tabak, Interkulturelles, Alkohol- und Medikamente. etc.

Letztmals akutalisiert: Nov 2012, cc