Suchtmittel Tabak

Tabak wird in verschiedenen Formen (Zigaretten, Pfeife, Zigarren...) geraucht.

Inhalt / Wirkung

Tabakrauch enthält neben Kohlenmonoxyd und dem Hauptwirkstoff Nikotin auch Teer, der sich aus Tausenden von gesundheitsschädigenden chemischen Produkten zusammensetzt. Nikotin braucht nur ca. sieben Sekunden, bis es vom Mund ins Gehirn gelangt. Es putscht bei Müdigkeit auf und beruhigt bei Spannungen.

Risiken   

Rauchen schadet der Gesundheit: Es kann Krebs, chronische Bronchitis, Herzinfarkte und Hirnschläge verursachen. Täglich sterben in der Schweiz 25 Menschen an den Folgen des Rauchens. Das sind mehr als alle Todesfälle durch Aids, harte Drogen, Alkohol, Verkehrsunfälle, Morde und Suizide zusammen.

Nikotin ist ein wirkungsvolles Nervengift, das körperlich und psychisch abhängig macht. Der scheinbar kleine Genuss zwischendurch wird unmerklich zum gedankenlosen Reflex, zur Abhängigkeit. Für die meisten Personen ist es sehr schwierig, mit dem Rauchen aufzuhören oder auch nur den Gebrauch zu verringern.

Zu den gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens kommen Nebenwirkungen dazu wie Atem, Kleider, Haare und Finger riechen unangenehm, die Zähne verfärben sich gelblich, der Teint wird fahl, die körperliche Kondition nimmt ab etc. Zudem ist Rauchen teuer.

Vor allem Jugendliche rauchen den Tabak vermehrt auch durch eine Wasserpfeife. Manche glauben, die Schadstoffe würden durch das Wasser herausgefiltert. Wasserpfeifen sind aber nicht weniger schädlich als Zigarettenrauchen.

Zahlen und Fakten

  • In der Schweiz bezeichnen sich 27% der 15- bis 74-Jährigen als Rauchende.Jede vierte jugendliche Person im Alter von 10 bis 17 Jahren hat im Kanton Zürich Erfahrung mit Rauchen.
  • Rauchen ist die wichtigste einzelne Ursache für vorzeitige Todesfälle. Jährlich sterben in der Schweiz ca. 9'000 Menschen an den Folgen des Rauchens (200 an den Folgen des Alkoholkonsums).
  • Insgesamt werden je 41 Prozent dieser tabakbedingten Todesfälle verursacht durch Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, 18 Prozent durch Atemwegskrankheiten. Die wichtigsten Einzeltodesursachen sind Lungenkrebs (27 Prozent), Krankheiten der Herzkranzgefässe (17 Prozent) und chronisch obstruktive Lungenerkrankungen COPD (15 Prozent)
  • Rauchen bedeutet ein 30fach höheres Risiko an den Atemwegsorganen zu erkranken.
  • Rauchende haben ein 10-mal höheres Risiko an Lungenkrebs zu erkranken. Lungenkrebs ist in 80-90% der Fälle durch das Rauchen verursacht.
    Für Personen, die mit 15 Jahren zu Rauchen beginnen, besteht eine 50%ige Wahrscheinlichkeit, frühzeitig an den Folgen zu sterben.
  • 60% der rauchenden Personen möchten vom Tabak loskommen.
  • Nikotin hat ein dem Heroin vergleichbares Abhängigkeitspotenzial.

Prävention

Zuständig für die Koordination der Tabakprävention im Kanton Zürich ist die Fachstelle «Züri Rauchfrei». Sie initiiert und koordiniert Aktivitäten zum Thema Tabakprävention unter den Stellen für Suchtprävention, insbesondere zur schulischen Tabakprävention und macht Öffentlichkeits- und Informationsarbeit für die Bevölkerung zu allen Themen rund ums Rauchen  Sie berät Gemeinden, Schulen, Institutionen, Vereine und Betriebe zum Thema «Rauchregelungen».
Prävention lohnt sich besonders in jungen Jahren, denn wenn Jugendliche mit 16/17 Jahren nicht rauchen, tun sie es mit grosser Wahrscheinlichkeit auch als Erwachsene nicht.

Als Ergänzung zur Prävention bietet Züri Rauchfrei auch Rauchstopphilfen für Jugendliche an.

Quelle Züri Rauchfrei

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