Suchtmittel Amphetamine/Speed

Amphetamine sind synthetisch hergestellte Substanzen mit stimulierender Wirkung.

  • Weiterführende Informationen

  • Beratungsangebote

    www.saferparty.ch
    Informations- und Beratungsangebot der ambulanten Drogenhilfe der Stadt Zürich zur Verminderung von Risiken im Umgang mit (Designer-)Drogen.

    Beratungsangebote in Ihrer Region

  • Links zum Thema

    www.suchtschweiz.ch
    Sucht Schweiz. Fachstelle mit Schwerpunkt Forschung, Präventionskampagnen und -programmen, Information und Dokumentation.

    www.infoset.ch
    Das Schweizer Informationsportal von Infodrog zu Sucht, Drogen, Prävention und Hilfe

    www.elternundsucht.ch
    unterstützt  Eltern mit Suchtproblemen bei ihren Fragen und Überlegungen zu ihrer Rolle als Eltern und hilft neue Wege und Perspektiven ins Auge zu fassen.

Wirkung

Durch die Einnahme von Amphetaminen nimmt die körperliche Leistungsfähigkeit  zu und das Schlafbedürfnis sowie Gefühle von Müdigkeit, Hunger und Durst werden unterdrückt. Wohlbefinden und Euphorie stellen sich ein, das Selbstvertrauen wird gesteigert, die Aufmerksamkeit und das Konzentrationsvermögen werden erhöht.

Je nach Konsumform tritt die Wirkung nach einigen Sekunden oder Minuten ein und hält bis zu 8 Stunden an. Beim Nachlassen der Wirkung stellt sich eine extreme Müdigkeit ein, die oft verbunden ist mit depressiver Stimmung und Gereiztheit.

Risiken

Zu den unmittelbaren Risiken des Amphetaminkonsums gehört die Beschleunigung der Herzfrequenz, die lebensbedrohliche Ausmasse annehmen und zu Herzversagen, Hirnblutungen und Schlaganfällen führen kann. Werden Amphetamine in höheren Dosierungen eingenommen, insbesondere bei intravenöser Injektion, kann es zu akuten Amphetamin-Vergiftungen kommen.

Zu den psychischen Folgen eines chronischen Amphetaminkonsums gehören depressive Verstimmungen mit Erschöpfungs- und Angstzuständen, Ruhelosigkeit, Gereiztheit und gesteigerte Aggressivität sowie Hemmungslosigkeit und fehlende Kritikfähigkeit. Weiter besteht das Risiko von «Amphetamin-Psychosen», die bis zu einem Monat anhalten können. Bekannt ist ferner, dass chronisch Konsumierende manchmal stundenlang repetitiven, sinnlosen Tätigkeiten nachgehen.

Chronischer Amphetaminkonsum verursacht auch körperliche Schäden. Dazu gehören Gewichtsverlust, Schwächung des Immunsystems, Organschädigungen (z. B. Niere, Magen, Darm), Lungenödeme, Fieber und Durchfall. Weitere mögliche Folgen sind Herzrhythmusstörungen und Schädigungen des Herzens. Typisch sind auch die Austrocknung der Schleimhäute in Mund und Rachen, schwer heilende Wunden, Erschöpfungszustände und Schlafstörungen.

Ein grosses Risiko beim Amphetamingebrauch ist die Entwicklung einer Abhängigkeit. Diese kann auch dann eintreten, wenn Amphetamine nur zu bestimmten Anlässen und in niedriger Dosierung konsumiert werden. Wer Amphetamine raucht oder intravenös injiziert, kann schneller davon abhängig werden als bei der Einnahme in Tablettenform.

Amphetamine werden zum Teil im Rahmen eine klaren medizinischen Indikation eingesetzt.

Zahlen und Fakten

Der illegale Konsum von Amphetaminen ist insbesondere in der Techno- und Partyszene verbreitet. Auch als Leistungssteigerer werden Amphetamine, zum Beispiel im beruflichen Umfeld, missbräuchlich konsumiert.

Bei der Bevölkerungsbefragung, die 2011 im Rahmen des Suchtmonitorings Schweiz durchgeführt wurde, haben 0,3% der Befragten angegeben, im letzten Jahr Amphetamine bzw. Speed konsumiert zu haben. Gemäss der Schülerinnen- und Schülerbefragung (HBSC) aus dem Jahr 2010 haben 1.2% der 15-jährigen Mädchen und 1.3% der 15-jährigen Jungen mindestens ein Mal in ihrem Leben Amphetamine bzw. Speed konsumiert.

Prävention

Schwarzmarkt-Amphetamine sind nicht nur wegen des hohen Schadenspotenzials der Substanz selbst, sondern auch wegen der unbekannten Dosierungen und Verunreinigungen der Wirksubstanz höchst risikoreich. Ziel der Prävention ist ein Nichteinstieg in den Konsum bzw. ein Konsumausstieg. Nebst der Information über Wirkungsweise und Risiken der Droge ist die Förderung individueller Kompetenzen wichtig. Auch die Einsicht, dass sich die eigenen Leistungsgrenzen nicht mit Hilfe von chemischen Substanzen verschieben lassen, sollte gefördert werden.

Quelle Sucht Schweiz