Suchtmittel Cannabis

Cannabis sativa ist der Name für die indische Hanfpflanze, welche die psychoaktive Substanz Tetrahydrocannabinol THC enthält.

  • Weiterführende Informationen

  • Beratung

    Elterninfo Cannabis
    Tel: 0800 105 105
    Eine telefonische Dienstleistung von Sucht Schweiz.

    www.tschau.ch
    Für Jugendliche, die sich Online beraten lassen möchten.

    Beratungsangebote in Ihrer Region

  • Selbsttests

    Selbst-Test Cannabiskonsum

    www.feelok.ch
    Feelok ist ein internetbasiertes Computerprogramm, das auf der Grundlage von wissenschaftlichen Kenntnissen entwickelt wurde. Nebst Alkohol, Rauchen und anderen Themen wird auch Cannabis behandelt.

  • Links zum Thema

    www.suchtschweiz.ch
    Sucht Schweiz. Fachstelle mit Schwerpunkt Forschung, Präventionskampagnen und -programmen, Information und Dokumentation.

    www.suchtforschung.ch
    Institut für Suchtforschung ISF: Wissenschaftliches Institut für Forschungen rund um Suchtfragen.

    www.feelok.ch
    Für Jugendliche bis 18, die mehr über sich und ihren Cannabiskonsum erfahren wollen.

    www.infoset.ch
    Das Schweizer Informationsportal von Infodrog zu Sucht, Drogen, Prävention und Hilfe

    www.elternundsucht.ch
    unterstützt  Eltern mit Suchtproblemen bei ihren Fragen und Überlegungen zu ihrer Rolle als Eltern und hilft neue Wege und Perspektiven ins Auge zu fassen.

  • Unsere Publikationen zum Thema

    "Trinken, Rauchen und Kiffen bei Jugendlichen."
    Was Sie als Eltern, Lehrpersonen oder Berufsbildner/in tun können.

    "Schule und Cannabis." Regeln, Massnahmen, Früherfassung Leitfaden für Schulen und Lehrpersonen.

Inhalt / Wirkung

Haschisch wird aus dem Harz des indischen Hanfs gewonnen, Marihuana (Gras) aus dessen Blüten und Blättern. Meistens weist Haschisch im Vergleich zu Marihuana eine höhere Konzentration des psychoaktiven Wirkstoffes Tetrahydrocannabinol (THC) auf. Dieser wird beim Cannabiskonsum freigesetzt und entfaltet eine bewusstseinsverändernde, entspannende Wirkung im Gehirn. Oft ist zudem das Wahrnehmungsvermögen für Farben und Musik gesteigert. Durch den Cannabiskonsum nehmen Konzentrationsvermögen und Lernfähigkeit ab und die Gedächtnisleistung kann beeinträchtigt werden. Ebenfalls beeinflusst der Cannabiskonsum die Stimmung: wem es momentan nicht so gut geht, kann statt in ein Stimmungshoch in ein Stimmungstief fallen. Bei Personen mit psychischen Störungen können sich die Krankheitsmerkmale verstärken.

Risiken

Wenn Cannabis geraucht wird, wird durch die Schadstoffe des Tabaks die Lunge  geschädigt. Bei häufigem Cannabiskonsum besteht die Gefahr, von Nikotin abhängig zu werden. Aufmerksamkeit, Kurzzeitgedächtnis und Reaktionsfähigkeit können noch während 24 Std. beeinträchtigt sein, was die Unfallgefahr erhöht. Gefährlich und unkalkulierbar sind Drogen-Cocktails aus Cannabis und Alkohol oder Ecstasy.

Die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen des Cannabiskonsums sind weitgehend unbekannt. Cannabisprodukte können eine psychische Abhängigkeit verursachen, die sich im Gefühl ausdrückt, nur noch mit der Droge «gut drauf» sein zu können.

Gesetzliche Bestimmungen

Laut Schweizerischem Betäubungsmittelgesetz ist Cannabis verboten. Konsum, Verkauf, Handel, Herstellung, Lagerung und Weitergabe sind nicht erlaubt. Seit 1.1.2005 ist das neue Strassenverkehrsgesetz in Kraft. Für Cannabis im Strassenverkehr gilt die Nulltoleranz: Bekiffte Autofahrerinnen und Autofahrer werden künftig härter bestraft als betrunkene.

Nach der Revision des Betäubungsmittelgesetztes (Oktober 2010) wird ein Erwachsener, der mit einem Joint erwischt wird, nicht mehr angezeigt, sondern mit einer Ordnungsbusse von 100 Franken bestraft  - sofern er nicht mehr als 10 Gramm Cannabis besitzt. Jugendliche unter 18 Jahren haben mit einer Anzeige zu rechnen.

Zahlen und Fakten

Bei den 14-/15-Jährigen haben in der Schweiz im Jahr 2010 30% der Schüler und 21% der Schülerinnen angegeben, in der Schweiz mindestens einmal in ihrem Leben gekifft zu haben. In dieser Altersgruppe hat der Anteil der Jugendlichen, die mindestens eine einmalige Cannabiserfahrung hat, über die letzten zehn Jahre hinweg abgenommen.
Die meisten, die kiffen, tun dies nur einmal oder nur gelegentlich. Einige aber kiffen sehr oft. Andere gar jeden Tag. 9.3% der 13 bis 29-Jährigen konsumiert Cannabis täglich, zum Teil gar mehrmals. (Sucht Schweiz  2008)

Prävention

Wenden Sie sich an die regionalen Suchtpräventionsstellen, wenn Sie als Lehrkraft, als JugendarbeiterIn, Verein, Elternorganisation, Behörde oder Betrieb etc. Fragen zu Cannabis oder Wünsche zu Projekten, Unterrichtseinheiten, Weiterbildungskursen oder betrieblicher Gesundheitsförderung bzw. Suchtprävention haben. Die Mittel- und Berufsfachschulen wenden sich an die Fachstelle Suchtprävention Mittelschulen und Berufsbildung.

Letztmals aktualisiert: Oktober 2012, Fachstelle Suchtprävention Mittelschulen und Berufsbildung, Züri Rauchfrei.